Stefans Bewerbungsfilm

Hier eine erste Idee für einen Film. Themenvorgabe von der DFFB ist "Die roten Haare", Länge ist auf 5 Min. begrenzt. Ich habe den Erzähler, anders als die übrigen Rollen, schon besetzt, weil Martin der mit großem Abstand talentierteste Erzähler ist, den ich kenne. Aber alle sind eingeladen, hier mitzumischen, ob als Darsteller, Sängerin, ElektrikerIn oder Schneider. Dann bitte mit größtem Einsatz. Zunächst ist die Story zu diskutieren. Z.B. zu fabulös?
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Kamera fährt heran an eine Tür; draußen; Schneesturm. Die Glastür wird von innen aufgestoßen und es kommt eine rothaarige Frau raus, die sich schnell die Kapuze aufzieht und recht eilig verschwindet. Die Kamera zwängt sich an ihr vorbei hinein in ein Café, das sich in Unschärfe noch weiter nach hinten erstreckt.

Am Tisch sitzt eine Frau mit dem Rücken zur Kamera und schaut der gerade entlaufenden hinterher. Als die Kamera näherkommt, dreht sie den Kopf weg und beugt sich nach vorne (also von der Kamera weg). Ihr gegenüber sitzt Martin, der sich, eben noch der Rothaarigen hinterher blickend, nun langsam und entspannt zurücklehnt und einen Schluck Kaffee nimmt: "Ich will dir die Geschichte vom Vogel Salamander erzählen. (Kunstpause) Der Fuchs war das schönste unter den Tieren des Waldes. Sein rot glänzendes Fell schmiegte sich anmutig um seinen feinen Körper, und seine Sinne waren so scharf wie sein Verstand. Groß war die Furcht der Vögel vor dem Listigen. Wie auch die Bewunderung, die der arme Vogel Salamander, wegen seines einfachen grauen Federkleids oft verspottet, für den galanten Meister Reinecke hegte."

Während Martin erzählt, fährt die Kamera über seine Schultern hinweg in den "Wald" hinein. Dort sind die Bäume einfach nur Holzstäbe, und überall sitzen und liegen und rennen die Tiere des Waldes, auch ganz reduziert dargestellt. Am interessantesten finde ich ihre charakteristischen Bewegungen. Die rothaarige Füchsin setzt sich geschmeidig auf ihren "Fuchsbau" (Brett mit entsprechender Aufschrift) und raucht dann eine Zigarre, während im Fuchsbau die Jungfüchse schlafen. Vom Ast aus schaut der arme Salamander (dieselbe Schauspielerin wie die Gesprächspartnerin von Martin am Anfang) neben weiteren schlafenden Vögeln sitzend auf das Idyll herab und sagt schließlich unvermittelt: "Ich kann dem nicht weiter zusehen!"—"Na dann schau halt woanders hin", brummt missmutig ihr Nachbarsvogel und steckt den Kopf unter den Flügel.

Traurig breitet Salamander die Flügel aus und gleitet davon. "Wo willst du denn hin?", fragt ein dahergelaufenes Stachelschwein. "Nirgendwo hin." — "Dann musst du immer in diese Richtung, über den See und dann über das Gebirge." — "Danke."

Sie fliegt übers Meer (schwarze Plastikfolie, an der Leute wackeln, sodass Wellen entstehen) und dann übers Gebirge (Worte "Berg" auf den Boden gemalt), bis sie an die große Eiche kommt, auf der die Tee trinkende Eule sitzt (das ist natürlich Martin). "Was treibt dich zu mir, junger Vogel? Willst du dir etwa von der alten Eule eine Geschichte erzählen lassen?" — "Eule, mach doch, dass mir ein Fell wachse wie das des Fuchses, und lass mich auch seine Geschicklichkeit haben!" — "Toll bist du und anmaßend! Aber ich will dir erzählen, wie es dem Vogelkönig im Sonnenreich geschah, auf dass du Einsehen haben mögest."

Beim gemeinsamen Tee erzählt Martin ihr die Geschichte (noch zu überarbeiten):
«Im Land der Vögel, wo die Sonne angebetet wird, regierte einst ein großer König, der wollte, dass sein Schloss in der Nacht so strahlen sollte wie die Sonne das Tags. So häufte er denn alles Gold an, was er finden konnte. Doch fahl war das Licht immer noch, das  sein Goldenes Schloss dem silbernen Mond entgegenstrahlte, und der König fiel in tiefe Trauer. Er ließ die großen Ingenieure und Alchemisten kommen, und so mancher Quacksalber war darunter. Doch sie alle konnten ihr Versprechen, dem König zu Gold  zu verhelfen, nicht halten. Schließlich ließ man noch einen recht schrägen Vogel ein, von Beruf war er Brillenmacher, der von Anfang an behauptet hatte, er könne dem König helfen. "König", sprach er, "wisst Ihr nicht, dass ein Jeder das Licht der Sonne ausstrahlt, und die Größten unter den Großen am meisten? Setzt diese Fokussier-Brille auf, und was ihr beschaut, soll kraft Eurer gebündelten Sonnenkräfte" zu Gold werden. Der König zögerte erst, doch als er seine Silberreserven mit der goldgetönten Sonnenbrille betrachtet hatte und sie alles zu purem Gold geworen waren, da kannte seine Dankbarkeit keine Grenzen.»

Sie ist aber unzufrieden und sagt: "So willst du uns wohl rosa Brillen verkaufen, alte Eule? Fauler Zauber! Kannst du denn keine echte Kunst hervorbringen?" — "Nun, toller Vogel, so sei dein Wunsch erfüllt." Er holt ein paar Fetzen roten Stoff und rote Farbe hervor und nimmt ihr die Schwingen ab und klebt ihr Fell auf den Schnabel und malt sie rot an. Stolz posiert sie wie ein Fuchs und bedankt sich und macht sich dann auf die Heimreise.

Über die Berge wandert sie und durch das Meer schwimmt sie. Die Kamera fährt mit ihr rückwärts. Als sie in den Wald kommt, staunen alle Tiere und trauen sich nicht näher an sie heran. Da will sie zu den Vögeln klettern, doch die kreischen und fliegen (eigentlich:rennen) panisch davon und verstecken sich auf einem "Fels". "Wollt ihr euren Salamander nicht sehen?"—"Du bist nicht Salamander. Salamander ist einer von uns. Du bist ein fieser Fuchs!"—"Wie kann ich ein Fuchs sein, wenn ich doch Salamander bin und euch das versichere?", lacht Salamander. Doch dann, unsicherer: "Seh ich auch fein und rotfellig aus, so bin ich weder Fuchs noch Hase, sondern immer noch ich."—"Geh zu den Füchsen, wo du hingehörst, Fremder, und ängstige uns nicht!"

So trottet die Arme zum Fuchsbau und wird mit gewisser galanter Ehrfurcht empfangen und ihr wird sogar eine Bettstatt angeboten. Sie rollt sich drinnen ein und schläft mit der Fuchsfamilie. Die Kamera fährt weiter zurück und zeigt jetzt wieder Martin; Kaffee ist leer. "…und wenn Salamander träumt, dann kann man ihn zuweilen mit die Vordertatzen heben sehen, so, als werfe er seine kräftigen Schwingen gegen die Lüfte. Und dann seuftzt er leise."— "Das war schön. Du könntest ein Kinderbuch draus machen. Ich frag mich nur, ob Salamander dann auch Vögel essen muss.", gibt sie zu bedenken und gibt Martin einen Kuss. ENDE.

Martins Kommentar: Das Wesentliche ist doch das Folgende: --- die Geschichte hat 16 Paragraphen - die Quersumme von 16 ist 7 - 7 ist nach altem Glauben die göttliche Zahl, denn 7x7 ist 49 - 49 geteilt durch 7 ist folglich 7 - 7 und 7 und 49 sind 63 - 63 setzt sich aus 6 und 3 zusammen - 6 ist das doppelte von 3 und hat die Quersumme 3 - deine Geschichte leitet somit ontologisch die hl. Trinität her!

Wie baue ich einen Schnittcomputer?

Mein Schnittcomputer (2011)

Hardware:
Apple gibt die (ohnehin längst zu teure) Mac-Pro-Reihe auf und konzentriert sich ganz auf die Unterhaltungsbranche. Außerdem wurde Final Cut Pro aufgegeben, das nur auf Mac lief. Es gibt also außer ästhetischen keine Gründe mehr für die Mac-Plattform.
- CPU ist relativ entscheidend für Geschwindigkeit von Rendering und diversen Filtern. Viele Schnittprogramme profitieren von den Intel-spezifischen Befehlen.  Insofern empfiehlt sich ein aktueller Intel-Prozessor, zumal AMD zur Zeit keine sehr schnellen Prozessoren produziert. Übertaktung kann nach Erfahrungsberichten sinnvoll sein; werde das demnächst selbst testen.
- RAM ist für dynamische RAM-Vorscheu und komplexe Compositings sinnvoll und zudem aktuell recht billig (z.B. 16GB für ca. 60€). Latenzen und Bandbreite sind vernachlässigbar; es reicht der billigste DDR3-Speicher.
- Grafikkarte beschleunigt aktuelle Software, speziell parallelisierbare Effekte und 3D-Berechnungen. Rendering in Adobe Premiere lässt sich nur mit CUDA-Grafikkarten beschleunigen, die mindestens 768 MB Speicher und 96 CUDA-Kerne haben. Karten mit deutlich mehr Kernen bzw. Speicher bringen relativ geringe Performancevorteile (2011). Taktung ist etwas entscheidender.
- Festplattengeschwindigkeit ist in erster Linie relevant zum Starten von Programmen (aber nur das erste Mal nach dem Hochfahren) und beim Laden von Videodateien. SSDs beschleunigen vor allem Programmstart, sind aber immer noch ungünstig teuer. 15.000U/min-Platten werden teilweise empfohlen, preiswerter sind 7200U/min-Platten mit ca. 100MB/s Durchsatz. Mehr Tipps sind im Internet zu finden.
Bei sonstigen Komponenten kann gespart werden, wenn nicht weitere Anforderungen hinzukommen.
Hier meine Liste (Ende 2011):
  • 2× 8GB TeamGroup Elite DDR3-1333 DIMM CL9 Dual Kit 2 x € 28,7 = € 57,42
  • Intel Core i5 2500K 4x 3.30GHz So.1155 BOX € 184,56
  • 500W Super Flower Gamer Edition SF500A-14A € 42,21
  • MS-Tech MIDI LC-700 o.N. (B) € 22,94
  • ASRock P67 PRO3 B3 (16x/DDR3/SATA3/USB3/R) € 76,39
  • Samsung SpinPoint F4 320GB ca. € 30
  • Palit GeForce GST 450 ca. € 87
Empfehlenswert ist der "Preis-Optimierer" von schottenland.de, da wird automatisisert versucht, die Summe der anfallenden Preise und Versandkosten zu minimieren.

Software:
Seit der Aufgabe von Final Cut Pro gibt es im professionellen Bereich unterhalb von Avid und Autodesk nur noch die Adobe Creative Suite, die sich in den vergangenen Jahren enorm gegenüber semiprofessionellen Konkurrenten wie Edius und Vegas verbessert hat.

Updates 2012:

Die Grafikkarte ist recht laut und zuweilen gibt es Artefakte im Bild (grüne Blöcke ca. 8x8 Pixel). Ansonsten gibt es noch nichts zu beanstanden. Die Grafikkarte ist ja eigentlich nicht nötig; leider hat das Board keinen Monitorausgang, sonst könnte ich die Grafik des Prozessors nutzen.

Alternativen

Es stellte sich heraus, dass der oben beschriebene PC im Prinzip überdimensioniert für den Schnitt von Full-HD-Material von DSLRs ist. Dafür reicht selbst ein fünf Jahre alter Laptop.
Laptop: R. hat einen T61p gekauft. Der Laptop hat eine durchschnittliche 7200U/min-Festplatte, einen 2,6Ghz-Mobil-Core2Duo (Penryn) und ein 15,4"-Display mit 1920x1200 Pixeln, was z.B. reicht für ein volles FHD-Bild plus Zeitleiste. Wir haben ihn auf 6GB RAM aufgerüstet. Der nächste Upgrade würde die Festplatte durch eine SSD ersetzen, denn die hat sich zumindest in Premiere als Flaschenhals erwiesen; Premiere spielt nur eine FHD-Spur flüssig. Vegas dagegen kommt dank Caching auch mit sehr langsamen Festplatten gut zurecht und ruckelt nicht, ist aber bei Filtern CPU-intensiver. Die Ergonomie ist gut bis auf das hohe Gewicht und das doch sehr dunkle und sättigungsarme Display (geringer Gamut, ungleiche Ausleuchtung, 175nit: nicht für Draußeneinsatz bei Sonnenlicht geeignet). Für unter 400€ ein ausreichender, mobiler und robuster Schnittcomputer.
Als nächstes wird F. einen T400s kaufen. Geringere Auflösung und höherer Preis, aber deutlich bessere Mobilität und helleres Display und mit DisplayPort. Die W-Serie mit 95% SRGB-Gamut ist mit knapp 1000€ noch viel zu teuer. Wer auf gute Tastatur und Haltbarkeit verzichten kann, nimmt ein Consumer-Modell. Relevant sind viel Ram (>4GB nachrüstbar für unter 30€), schneller Massenspeicher (SSD nachrüstbar für unter 100€) und hohe Auflösung oder Digital-Displayausgang. Die CPU ist nur fürs Rendering wirklich ausschlaggebend; Grafikkarte wird (noch) kaum genutzt, nur für einige Echtzeiteffekte wie Skalierung und Farbkorrektur.
Desktop: Hier gilt Ähnliches; Zweikernprozessoren ab Core Duo bzw. AMD Phenom reichen für Shcnittaufgaben aus. Wer geschickt part, kommt mit 200€ dicke aus; für einen HD-Monitor kommen 90€ hinzu. Leider sind die billigen Monitore alle nicht farbkalibriert und zeigen das gleiche Bild sehr unterschiedlich an; Farbkorrektur sollte an einem gut kalibrierten Monitor stattfinden.
Deutlich rechenintensiver als Wiedergabe und Schnitt sind erwartungsgemäß Compositing und Rendering, was ja auf einen schnelleren stationären Computer ausgelagert werden kann.

Filmkollektiv: wir sammeln / we collect

Filmemachen ist heute relativ billig. Gemeinsam haben wir alles, was wir brauchen: Enthusiasmus, Talente, Technik, Requisiten, Orte, Ideen, Inspiration und Vertrauen und Liebe. Alles, was davon digitalisierbar ist, wird auf diesen Seiten gesammelt.
Außerdem verzeichnen wir hier Sachen, die wir (zur Zeit in Berlin) austauschen können. Wenn wir einen Film drehen, schauen wir nach, wer etwas hat, was wir brauchen, und rufen an.

Making films is cheap these days. Together, we have all we need: enthusiasm, talents and technology, props and places, ideas and inspiration, mutual  trust and love. Everything among these categories that can be digitalized will be collected on these sites.

Additionally, we catalogify things we can share. When we shoot a film, we look up what we collectively have, and phone each other. Start by logging in (see left side)

Auf wunderschöne Filme und vor allem tolles gemeinschaftliches Filmemachen!
Let's make great films and have an even greater experience together!